Bärlauch
In der Seevilla gibt es eine Vorfreude, die man fast greifen kann, sobald die Tage spürbar länger werden. Es ist der Moment, in dem Roland und sein Team die ersten frischen Wildkräuter in den Händen halten. Besonders der Bärlauch hat es ihnen angetan – nicht, weil er die Kulinarik neu erfindet, sondern weil er diese unverfälschte, wilde Energie aus den Wäldern rund um Altaussee direkt in die Küche bringt.
Es ist dieses tiefe, intensive Grün, das jetzt den Ton angibt. Für Roland und seine Sous-Chefs Sascha und Oliver ist es Ehrensache, diesen Charakter unverfälscht auf den Teller zu bringen. In der Seevilla wird nichts unter schweren Aromen versteckt; wir lassen der Zutat ihren Raum. Es geht darum, diese ganz eigene Frische so einzufangen, dass sie die Eleganz unserer Gerichte unterstreicht, ohne sie zu dominieren. Es ist das Spiel mit dem, was die Natur uns gerade schenkt – umgesetzt mit der Leidenschaft, die wir jeden Tag in unsere Küche legen.
Die Leichtigkeit des Frühlings genießen
Von März bis in den Mai hinein verändert sich das Gesicht unserer Karte auf ganz natürliche Weise. Der Bärlauch macht den Anfang, bald darauf folgen weitere Kräuter, die jetzt ihre volle Kraft entfalten. Roland und sein Team integrieren diese Frische ganz gezielt in unsere Menüfolgen – mal als aromatische Tiefe in den Abendmenüs, mal als leichter, lebendiger Akzent in unserem Genussmenü zu Mittag.
Dabei geht es uns nicht um die bloße Menge, sondern um den präzisen Einsatz. Wir nutzen diese saisonalen Besonderheiten dort, wo sie den Eigengeschmack der Produkte unterstreichen, anstatt ihn zu überlagern. Ob als fein passierte Essenz oder als intensiv-grünes Öl zu einem sorgfältig ausgewählten Fischgericht: Es ist das Spiel mit dieser besonderen Frische, das unsere Küche in diesen Wochen so lebendig macht. Es ist das kulinarische Abbild dessen, was sich draußen vor den Fenstern der Seevilla gerade verwandelt.
Ein Blick über die Schulter
Dass der Bärlauch in der Seevilla seine Brillanz behält, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Präzision. Roland und sein Team verarbeiten das Kraut extrem schnell und kühlen es sofort wieder ab – nur so bleibt das intensive Grün so lebendig, wie wir es auf dem Teller haben wollen.
Für Roland ist dabei ein handwerklicher Schritt entscheidend: Die feine Textur. „Es sind oft die kleinen Details, die den Unterschied zwischen einem guten und einem herausragenden Gericht machen“, sagt er. Eines seiner liebsten Beispiele für dieses Zusammenspiel aus Frische und Eleganz ist die Bärlauch Panna Cotta – ein Gericht, das die wilde Kraft des Waldes in eine ganz feine Form bringt.
Zum Nachkochen
Für 4 Personen benötigen Sie: 3 Blätter Gelatine (silber), 35 g frischer Bärlauch, 1 kleine Schalotte & ein Stück Heumilchbutter, je 150 ml Bio-Milch, Sauerrahm und Schlagobers, Meersalz & frisch gemahlener Pfeffer, 4 Scheiben luftgetrockneter Schinken (für den knusprigen Kontrast)
Zubereitung
- Vorbereiten: Die Gelatine in eiskaltem Wasser ca. 10 Minuten einweichen. Den Bärlauch waschen, trocken schütteln und in feine Streifen schneiden.
- Anschwitzen & Mixen: Die Schalotte fein würfeln und in Butter glasig dünsten, ohne dass sie Farbe annimmt. Zusammen mit dem Bärlauch und der Milch im Mixer fein pürieren.
- Binden: Das Schlagobers sanft erwärmen und die ausgedrückte Gelatine darin unter Rühren vollständig auflösen.
- Vollenden: Die Bärlauch-Milch mit dem warmen Obers vermengen, kurz durchmixe. Zum Schluss den Sauerrahm unterheben und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.
- Kühlen: In Gläser oder Formen füllen und für mindestens 4 Stunden – am besten über Nacht – im Kühlschrank fest werden lassen.
- Anrichten: Die Panna Cotta vorsichtig stürzen oder direkt im Glas servieren. Den Schinken im Ofen bei 160°C knusprig backen und als „Segel“ obenauf setzen.
Rolands Tipp aus der Küche: „Beim Bärlauch ist es wichtig, die groben Stiele ordentlich auszusortieren, bevor alles in den Mixer kommt. Damit die Panna Cotta am Ende aber wirklich sauber auf dem Teller steht, streichen wir die Masse in der Seevilla konsequent durch ein Etamin (ein sehr feines Haarsieb). Nur so bekommt man diese glatte Struktur ohne störende Fasern hin. Alles andere wäre in meinen Augen nur halbe Arbeit.“
Das Beste aus der Region
Was für den Bärlauch gilt, zieht sich durch unsere gesamte Frühlingsküche: Wir lassen den Produkten ihren Charakter. Unser Küchenteam setzt auf jene unverfälschten Aromen, die das Ausseerland in diesen Wochen bereithält. Es ist diese Kombination aus handwerklicher Präzision und der tiefen Verbundenheit zu unserer Heimat, die Sie bei jedem Gericht in der Seevilla schmecken können. Wir freuen uns darauf, Ihnen diese lebendige Frische "an Ihrem Logenplatz mit Lifestyle" zu servieren – unaufgeregt, elegant und immer mit dem Fokus auf den puren Genuss.
Den Geschmack des Frühlings erleben
Tauchen Sie ein in diese besondere Zeit, in der die Natur und unsere Küche zur Hochform auflaufen. Wir laden Sie ein, die handwerkliche Hingabe von Roland, Sascha und Oliver bei jedem Bissen zu schmecken und die Ruhe am See in vollen Zügen zu genießen.